Schattenbahnhof

Kennen Sie das Problem: Sie haben zu viele Züge für ihre Gleise? Die Lösung ist ein Schattenbahnhof unter der Platte. Ein elektrisches Schattenbahnhofs-Steuerungssystem finden Sie im Märklinratgeber “Steuern, Schalten, Fahren“.

In diesem Ratgeber erfahren Sie auch wie Sie eine komplette Modelleisenbahnsteuerung aufbauen können.

Entwerfen Sie den Gleisplan für den Schattenbahnhof und beschriften Sie den Plan mit den Maßen, damit es später bei der Umsetzung keine Probleme gibt. Vergessen Sie nicht die Auf- und Abfahrten mit einzuplanen: In der Regel sollte die Steigung / das Gefälle der Auf- und Abfahrten 5 % nicht überschreiten. Auf einem Meter dürfte das Gleis demnach 5 cm Höhenunterschied bewältigen (siehe Bild 1.1).


Bild 1.1: Auffahrrampe mit 5% Steigung

Außerdem ist darauf zu achten, dass zu Beginn und zum Schluss einer Rampe, der Übergang ausgerundet ist! Andernfalls setzen die Züge eventuell unten auf, oder entgleisen.
Wenn es nicht hinkommt, muss man etwas variieren: Um eine größere Höhe zu überbrücken und trotzdem die 5% Grenze nicht zu überschreiten, muss man die Rampe einfach verlängern. Zum Beispiel müsste man eine 1m lange Rampe um 50cm verlängern um eine Höhe von 7,5cm zu erreichen.
Damit ein Zug unter die Platte fahren kann muss der Schattenbahnhof mind. 8cm unter der Platte gebaut werden. Daraus ergibt sich eine minimale Rampenlänge von 160cm. Der Genaue Abstand zur Platte ist natürlich auch abhängig vom Gleistyp (siehe Bild 1.2).


Bild 1.2: Die Abbildung zeigt die Breite und den nötigen Überstand der Gleistypen C und K.

Für das C – Gleis muss die Spanplatte 7 cm pro Gleis und für das K – Gleis
6 cm breit sein. Der nächste wichtige Punkt ist die die Halterung (Bild 1.3)


Bild 1.3: Halterung für eine Rampe

Wichtig ist, das tragende Holzteil 2 in Bild 1.3 anzufeilen und so der Steigung / dem Gefälle anzupassen. So kann das Spanplattenholz unter den Schienen später schräg und ganzflächig aufliegen. Der Abstand zur Platte muss bei jeder Halterung erneut durch das Holzteil 2 (Bild 1.3) angepasst werden. Die Stütze 1 (Bild 1.3) kann entweder direkt mit der Platte verschraubt werden, oder über Eck mit einem Holzklotz (3 in Bild 1.3). Als bevorzugtes Befestigungsmittel sind Schrauben zu verwenden, welche im Bild als Strich mit einem Oval am Ende dargestellt sind.

Jetzt muss der Gleisplan des Schattenbahnhofs wird auf eine Ebene Spanplatte gebaut, welche in ähnlicher Weise unter der Platte montiert wird, wie die Rampe in Bild 1.3. Wegen der späteren Elektrik müssen Löcher gebohrt werden, damit die Leitungen eleganter unter dem Schattenbahnhof verlegt werden können. Bereiten Sie die Leitungswege der Elektrik vor, damit hinterher nur noch die Leitungen verlegt werden müssen. Das Anschließen der Weichen und anderer Elektronik wird im Märklinratgeber “Steuern, Schalten, Fahren“ ausführlich beschrieben.

Advertisements